Fachkraft Traumapädagogik mit Kindern und Jugendlichen

  • Datum

    15/06/2020 - 16/06/2020
  • Adresse

    Centre Arend Fixmer
    33, rue de Larochette
    L-7661 Medernach
  • Uhrzeit

    9.00-17.00 Uhr
  • Dauer

    3 Module à 2 Tage (9:00 – 17:00 Uhr)
  • Termine

    3 Module: 48 Weiterbildungsstunden
    M1 Mo/Di 15.+16.06.2020
    M2 Mo/Di 6.+7.07.2020 und
    M3 Do/Fr 24. – 25. September 2020
  • Preis

    1485.- € inkl. Verpflegungskosten
    Koordination: Dr. päd. Klaus Schneider
  • Inhaltsbeschreibung

    Emotionale Vernachlässigung, Verwahrlosung und soziale Ausgrenzung, Unfälle, Verluste naher Menschen, bedrohliche Erkrankungen und Fluchterlebnisse sind Ursachen von tiefgreifenden Störungen der Persönlichkeit und können eine posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) auslösen. Aber auch Zeugen von diesen Ereignissen sind gefährdet. Die plötzlichen und unerwarteten Ereignisse überfordern die normalen Anpassungsstrategien des Menschen, die uns bei Alltagsstress helfen. Wenn in diesen Situationen von außergewöhnlichem Umfang oder katastrophalem Ausmaß die Schutzfunktionen (Bindungssystem, Flucht, Kampf) nicht erfolgreich sind, führt dies zu Gefühlen von extremer Hilflosigkeit und Ängsten. Traumatisierte Kinder und Jugendlichen haben Konzentrations- und Lernstörungen und sind aufgrund von Schlafstörungen oft übermüdet. Gewisse Schutzfaktoren (z.B. ein starkes familiäres und soziales Unterstützungssystem) schützen vor einer chronischen PTBS. Fachkräfte im Sozial- und Gesundheitssystem begegnen traumatisierten Menschen und den typischen Symptomen, wie Wiedererleben, Vermeidung und Übererregbarkeit, die hohe Anforderungen an die Qualifikation in der Betreuung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen stellen.

    Die Weiterbildung gliedert sich in 3 Module à 2 Tagen (9.00 - 17:00 Uhr - 42h)
    Modul I: GRUNDLAGEN der Traumapädagogik - Lehrgang am 30. - 31. März (Mo/Di) - Geschichtliche Entwicklungen: Traumatherapie und Traumapädagogik - Einführung in die Traumapädagogik - Traumadefinition (Anhand von Beispielen) - Neurobiologische Grundlagen und die Bedeutung der Bindungsentwicklung - Risikofaktoren, Resilienzfaktoren und Traumafolgestörungen - erste Einführung und Bearbeitung von Fallbeispielen

    Modul 2: Traumapädagogische Methoden und Instrumente - Lehrgang am 06. - 07. Mai 2020 (Mi/Do) - Techniken zur Beruhigung und Aktivierung - Selbstregulation und Ressourcenarbeit - Notfallkoffer und Distanzierungstechniken - Skills und Psychoedukation - Biografiearbeit, Einsatz der „Weil-Frage“ - Verhalten verstehen: Pädagogik des guten Grundes - Imaginative Verfahren zur Stabilisierung und zum Umgang mit schwierigen Gefühlen - Bearbeitung von Fallbeispielen mit Focus auf stabilisierende, hilfreiche Angebote

    Modul 3: VERTIEFUNGSSEMINAR - Lehrgang am 15. - 16. Juni 2020 (Mo/Di) - Traumapädagogische Arbeit: Erweiterung des Methodenrepertoires - Dynamik von Übertragung und Gegenübertragung - Äußere und innere Sicherheit - Sichere Bindungsangebote - Imagination innerer Helfer - Dissoziation und der Umgang damit - Notwendigkeit von Selbstfürsorge - Bearbeitung von Fallbeispielen aus der Praxis unter dem Aspekt der Entwicklung eines guten Verständnisses für das Kind/den Jugendlichen und seine Entwicklung
  • Vorkenntnisse

    Die Weiterbildung richtet sich an Fach- und Lehrkräfte im Sozial- und Gesundheitswesen (min. BAC+3). Die Teilnehmenden lernen die Theorie, Instrumente und Methoden der Traumapädagogik für den praxisbezogenen Einsatz in KiTa, Grundschule, Jugendarbeit etc..
  • Technische Voraussetzungen

    Bedingung für das Zertifikat sind die Teilnahme an allen Modulen und eine Prüfung resp. Ausarbeitung.
  • Abschlussart

    Zertifikat
    Validierung durch die Kommission für Weiterbildung: Antrag 2018_12_ANB_107
  • Dozent

    A. Fink Dipl-Psychologin & Therapeutin Kinderschutzbeauftragte
  • Zielpublikum

    • Berufstätige
    • Frauen
    • Lehrende
    • Männer
    • Unternehmer
  • Themenbereich

    • Arbeit-Beruf
    • Mensch und Gesundheit
  • Kontaktperson

    Dr. Klaus Schneider